Hubert Kiecol

8. Kunstflâneur ’26

In der Mitte einer Wohnanlage am Buchenring in Hamburg-Volksdorf steht seit 1985 die Skulptur „Tor“ des Künstlers Hubert Kiecol (*1950). Das rund sechs Meter hohe Bauwerk bildet den Mittelpunkt des Platzes und kann von allen vier Seiten durchschritten werden. Dabei ist der kreisrunde, gepflasterte Platz ist nicht nur ein Durchgang zwischen Wohngebiet und Laden- und Bahnhofsbereich, sondern auch ein Ort der Begegnung.
Die Außenflächen der Skulptur bestehen aus hellem Gussbeton, während die Innenseiten mit rotem Klinker ausgekleidet sind und so bewusst Elemente der umgebenden Architektur aufgreifen. In seinen Arbeiten nutzt Kiecol reduzierte, geometrische Grundformen und archaische Architekturelemente wie Tore, Türme, Fenster, Giebel oder Treppen. Statt Formen neu zu erfinden, transformiert er Alltagsgegenstände in autonome Skulpturen, die durch andere Materialien und verzerrte Maßstäbe eine neue Bedeutung erhalten

Der 1950 in Bremen-Blumenthal geborene Künstler studierte an der HFBK Hamburg und lehrte später als Professor an der Kunstakademie Düsseldorf, wo er einen Lehrstuhl für Integration Bildende Kunst und Architektur innehatte. Seine Werke wurden in renommierten Häusern wie der Hamburger Kunsthalle (1999), den Deichtorhallen (2001) und weiteren nationalen und internationalen Kunstinstitutionen ausgestellt. Im Jahr 2000 erhielt Kiecol den renommierten Wolfgang-Hahn-Preis der Gesellschaft für Moderne Kunst am Museum Ludwig in Köln.

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Tina Kläring