Andrea Möller Andrea Möller

Hadi Teherani - 6. Kunstflâneur 2025

Dieses futuristische Gebäude steht bereits seit fast 30 Jahren in Rellingen bei Hamburg und dient als Büro- und Produktionsgebäude des Designers und Leuchtenherstellers Tobias Grau. Den privat ausgeschriebenen Architekturwettbewerb gewann das damalige Büro von Hadi Teherani, BRT Architekten. Zwei parallel verlaufende, röhrenförmige Baukörper sind durch einen Zwischenbau verbunden und bieten auf zwei Etagen über 4.000 qm Platz. Die Materialien reduzieren sich bewusst auf Holz, Beton, Aluminium und Glas.

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Auto-Silo - 21. Kunstflâneur 2024

Das 1910 gegründete, denkmalgeschützte Hotel Reichshof Hamburg am Hauptbahnhof beherbergt einen besonderen historischen Schatz: ein Auto-Silo. In diesem ungewöhnlichen Parkhaus mit 127 Stellplätzen auf sieben Etagen wurden die Fahrzeuge einst per Lift von einem Liftboy zu ihren Stellplätzen transportiert.

Die Gründerfamilie Langer entdeckte dieses innovative Garagenprinzip in den 1950er Jahren auf einer Reise in die USA. Diese damals in Deutschland noch unbekannte, platzsparende Lösung war ideal für das dicht besiedelte Viertel St. Georg. Für die Umsetzung beauftragte die Familie den Architekten Hans Jönsson, der das Auto-Silo 1957 fertigstellte - eines der ersten seiner Art in Europa.

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Zaha Hadid - 9. Kunstflâneur 2024

Die Flânierpromenade am Hafen zwischen St. Pauli Landungsbrücken und Speicherstadt wurde von der irakisch-britischen Architektin Zaha Hadid (1950-2016) entworfen. Mit ihrem Londoner Büro gewann sie 2006 den öffentlich ausgeschriebenen Wettbewerb für eine neue, gut ein Kilometer lange Promenade. Diese sollte zudem rund 2,50 Meter höher als die vorherige sein, da sie auch ein moderner Hochwasserschutzwall ist, um Hamburg vor Sturmfluten zu schützen.

Der geschwungene Entwurf erinnert mit seinen Treppen formal an die wellenförmigen Ausspülungen im Sand und wirkt wie ein modernes Amphitheater an der Elbe. Dabei bietet es unterschiedliche Aufenthalts- und Kommunikationsorte - auch durch die neuen Pavillons und das dreigeschossige Restaurant.

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BAID - 3. Kunstflâneur 2024

Dieses Gebäude hat eine verrückte Geschichte. In der Warburgstraße wurden 1878 und 1889 die beiden Altbauten von den Architekten Hugo Stammann und Gustav Zinnow erbaut. Sie zählen zu den Mit-Erbauern des Hamburger Rathauses (die Säle der Hamburgischen Bürgerschaft) und prägten mit ihren zahlreichen Bauten das Hamburger Stadtbild des ausgehenden 19. Jahrhunderts.

Das aktuelle neun Etagen hohe Wohngebäude wurde von BAID Architektur entworfen und 2020 fertiggestellt. Mir ist diese weiße Baukultur durch die ungewöhnliche Symbiose von Alt und Neu aufgefallen. Die verzierte Fassade wird durch einen spannenden puristischen Neubau ergänzt, der harmonisch dazu passt - und dennoch eine eigenständige elegante Form besitzt. Zudem wirken die modernen geschwungenen Balkone mit den runden Glasscheiben maritim und passen gut zur Alster.

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Horst Niessen und Rolf Störmer - 18. Kunstflâneur

Die Architekten Horst Niessen und Rolf Störmer gewannen 1961 den Wettbewerb für eine moderne Schwimmhalle für internationale Wettkämpfe in Hamburg. Zur Überarbeitung des Entwurfs zogen sie den Schalenbau-Experten Walter Neuhäusser hinzu. Sieben Jahre lagen zwischen Wettbewerb und Grundsteinlegung, bis der Baubeginn stattfinden konnte. Diese Zeit wurde für die Planungen, die Finanzierung und die Statik-Wunderleistung des 4.500 Quadratmeter großen Daches benötigt. Ganz im vorherrschenden Architekturstil „Brutalismus“ wurde die Alsterschwimmhalle mit viel Stahlbeton und Glas gebaut und vor 50 Jahren am 20. Januar 1973 eingeweiht.

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LH Architekten - 12. Kunstflâneur 2023

Manchmal entdecke ich beim Kunstflânieren auch zufällig gute zeitgenössische Baukultur, die sich für mich unter anderem durch eine besondere Fassade, ungewöhnliche Bauelemente und eine kreative Nutzung des Grundstücks auszeichnet. Dies weist die Kita in der Winterstraße in Hamburg-Altona auf, die vom Büro LH Architekten entworfen wurde. Ursprünglich waren auf diesem schmalen Grundstück in der Nähe des Altonaer Bahnhofs lediglich Parkplätze geplant. Stattdessen wurde der Ort für ein fünfstöckiges Gebäude mit Wohnungen, zwei Parkgeschossen und einer Kita mit geschützter Spielfläche auf dem Dach entwickelt. 

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